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Was bedeutet eigentlich „frida“?
„frida“ steht für „frisches Darmstadt“ und ist der Name einer offenen Wandergruppe, die schon seit einigen Jahren regelmäßig in der Darmstädter Umgebung unterwegs ist. Durch die Zusammenarbeit mit einer gleichgesinnten Gruppe im Taunus ist im Jahr 2005 „frida Rhein-Main“ entstanden. Im Februar 2006 wurde schließlich der gemeinnützige Verein „frida Rhein-Main e.V.“ gegründet.
Wandern allein genügt uns seither nicht mehr: Bei unseren Veranstaltungen erfahren Sie praxisnah Wissenswertes über die Natur und das Leben im Freien. Sie machen spannende und sinnliche neue Erfahrungen, zum Beispiel beim Barfußlaufen im Wald oder beim nächtlichen Wolfspfad. Gleichzeitig tun Sie dabei etwas für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden.
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Hintergrund
Seit etwa dreieinhalb Milliarden Jahren gibt es Leben auf unserer Erde. Die ersten Menschen erschienen vor etwa zwei Millionen Jahren.
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Im Vergleich dazu die Technikgeschichte: Die ersten städtischen Siedlungen entstanden vor rund 10.000 Jahren, seit 3.000 Jahren gibt es das Rad und die Schrift. Dampfmaschine und Werkzeugmaschinen sind etwa 200 Jahre alt, die Geschichte der Telekommunikation, der Kunstdüngung und der Kältemaschinen begann gegen 1850. Computer, Radar, Laser und Biotechnologie entwickelten sich in den letzten 50 Jahren. Erst seit etwa 40 Jahren ist das Auto eines unserer Hauptverkehrsmittel.
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Bezogen auf die uralte Geschichte der Erde erscheint diese Zeit wie ein Augenblick. Ein kleines Rechenspiel verdeutlicht diese Dimensionen:
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Stellt man sich vor, die Entwicklung des Lebens hätte sich innerhalb eines Jahres vollzogen, so würde der Entstehungszeitraum der Technozivilisation, die uns heute so selbstverständlich erscheint, gerade mal eine Drittelsekunde ausmachen!
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Biologische Anpassung Wie wir heute wissen, braucht die Evolution rund 800 Generationen - mindestens 16.000 Jahre -, um ein einziges Verhaltensmerkmal erbfest herauszuselektieren. Eine biologische Anpassung des Menschen an das Industriemilieu, in dem er heute lebt, ist demnach nicht zu erwarten. In seinen biologischen Anlagen ist der heutige Mensch extrem altmodisch. Ist es unter diesen Voraussetzungen verwunderlich, dass wir Menschen uns heute in unserer selbstgeschaffenen Umgebung nicht zu Hause fühlen?
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Aufgrund der langsamen Anpassung unserer Verhaltensmuster sind wir nicht in der Lage, mit der rasanten Veränderung unserer Außenwelt schrittzuhalten. Betrachten wir dazu den gesellschaftlichen Wandel, der sich parallel zur technischen Entwicklung vollzogen hat, so ist es nicht allzu erstaunlich, dass diese Veränderungen eine zunehmende Neurotisierung vieler Menschen nach sich ziehen.
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Der moderne Mensch lebt scheinbar völlig losgelöst von seinen Ursprüngen in einer sich ständig und rasant wandelnden Umwelt. In der pluralistischen Gesellschaft fehlen gemeinsame Grundlagen: Individueller Erfolg geht über das Interesse der Gemeinschaft, Schnelligkeit und Luxus gehen über Nachhaltigkeit. Kunst und Wissenschaft besitzen heute weitgehend keine ethische Basis mehr. Die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen wird durch die Schaffung virtueller Welten und den Komfort, den Konsumgüter bieten bzw. vorspiegeln, zu kompensieren versucht. Werbung, Technologie und Massentourismus sind wichtige Kräfte in diesem Prozess, der auch die weitgehende Desensibilisierung der menschlichen Sinne einschließt.
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Neues Bewusstsein
Trotz oder gerade aufgrund dieser negativen Anzeichen scheint der Mensch in den letzen Jahrzehnten angesichts der zunehmenden Bedrohung seiner natürlichen Lebensgrundlagen wieder ein Bewusstsein dafür entwickelt zu haben, dass er ohne die Natur nicht überleben kann. Dieses Wissen hat aber bis heute nicht zu einer gesellschaftlichen Umkehr geführt, sondern äußert sich lediglich in einer eher unbedeutenden Ökologiebewegung sowie der versuchten Befriedigung der Sehnsüchte durch Konsum und Freizeit.
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frida Rhein-Main
Wir sind auf der Suche nach neuen Wegen zu einem zeitgemäßem und nachhaltigen Lebensstil.
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| Wir sehen uns als Plattform und Treffpunkt für in Zusammenhängen (ethisch, ökologisch und ökonomisch) denkende Menschen. Themen sind Gesundheit, Ernährung und unmittelbares Erleben und Genießen der Natur. Veranstaltungen (Beratung, Seminare, Vorträge, Exkursionen u.a.) ermöglichen gegenseitigen Austausch und vermitteln Kenntnisse und Ideen, wie sich das alltägliche zivilisationsgeprägte Leben besser mit den Urbedürfnissen von Körper, Geist und Seele und mit der Natur vereinbaren lässt. |
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